Motorradreisen

ein Blog von Andreas Stevens

Endlich Urlaub

Die drei Tage Arbeit in Jena sind rum und endlich beginnt mein Urlaub. Von Jena aus geht es südöstlich ins Vogtland. Bei Wolfersdorf entdecke ich das Wasserschloss „Zur fröhlichen Wiederkunft“. Leider wird das in privat Besitz geführte Schloss gerade saniert und mir bleibt nur der Blick durch den Bauzaun.

Schloss

An Plauen vorbei geht es durch das Vogtland und pünktlich un 12:00 marschiere, ähm fahre ich über die Grenze und meine Versys hat sich den tschechischen Aufkleber verdient.

Tschechien

Man merkt sofort, dass man in einem ehemaligen Kommunistischen Land, bzw. in einem Land hinter dem eisernen Vorgang unterwegs ist. Es geht an den ersten Braunkohletagebau vorbei, gefolgt von dem Elektrizitätswerk. So nah bin ich auch noch nie an Kühltürme vorbei gefahren. Plattenbauten wechseln sich mit barocken Häusern, zerfallen Industrieanlagen und modernen Bauten ab. Dazwischen immer wieder dicke Fernwärmerohre. Ziemlich heftig der Unterschied. Aber Tschechien ist auf einem guten Weg.

Burg Loket

Mein erster POI ist die Burg Loket. Und über die Brücke geht es ins Mittelalter. Wow, was für ein Anblick. Nochmal zurück und erst mal die Kamera auf dem Helm montiert. Das muss ich als Video festhalten. Das ist das Tschechien was man sehen will.

Karlsbad

Karlsbad 

Auf zum nächsten POI: Karlsbad. Mein Navi hat wieder den Adventure Modus aktiv. Gefühlte 30 % Gefälle auf Kopfsteinpflaster, wo die Steine locker oder gar nicht vorhanden sind. Und prompt hänge ich in ner Sackgasse. Also im Berg drehen und ich bestimme wo es lang geht. Meine Nase hat mich richtig geleitet und ich komme ins Zentrum von Karlsbad. Schnell einen Parkplatz suchen, Versys verketten und ab in die Fußgängerzone. Viele Picture picture picture (Japaner, Chinesen) und Italiener sind unterwegs. Viel schiki Miki und high society auch. Schon beeindruckend was hier los ist. Ich bin auf der Suche nach einem Geldautomaten, aber ich finde nur Wechselstuben. Vor denen wurde ich gewarnt. Also schmeiß ich google an und lasse mich zu einem Automaten führen. Und ich hatte es geahnt. Mein Anbieter (Lufthansa via DKB) meiner Kreditkarte hat auf ein neues System umgestellt. Und nun kann ich die Karte nicht mehr richtig konfigurieren. Ich hatte für alle osteuropäischen Länder eine Sperre drin. Diese kann ich nicht mehr raus nehmen und somit wird die Auszahlung verweigert. Danke Lufthansa. Also die normale Sparkassen Karte. Ääää, verweigert. Okay, dann die Visa. Mist, nicht dabei. Zum Glück habe ich noch die DKB von meinem Norwegen Urlaub dabei. Die wird akzeptiert und ich erhalte meine Tschechischen Kronen.

Langsam wird es Zeit mir ein Zimmer für die Nacht zu suchen. Aber erst mal raus aus Karlsbad und ab ins ländlische. Ich rufe booking.com auf und habe schnell was hübsches gefunden. 20€ die Nacht. Gebucht und Navi gefüttert. Sind aber noch gute 2,5 Stunden Fahrzeit und die ziehen sich, weil es Kilometer lang nur durch Dörfer mit 50 km/h geht. An der Pension angekommen begrüßt mich der Inhaber freundlich und mit ein paar Brocken deutsch. Verständigung klappt sehr gut. Leider hat er kein Restaurant Betrieb und ich muss zurück zur nächsten Stadt. Dort werde ich fündig und die Bedienung versteht ein paar Brocken englisch. Für ein Toast, belegt mit scharfen Paprika-Hackfleisch und Käse, und zwei Cola reicht es. Ich bezahle 130 czk (5,05 €) und gebe der jungen Bedienung noch die 20 Kronen Münze als Trinkgeld.

Penzion Laguna

Zurück an der Pension erwartet mich der Inhaber und bietet mir an mein Motorrad in seiner Garage einzuschließen. Top! Nun trinke ich noch die ein oder andere Flasche Bier und tippe die Zeilen hier.

Beim Revue passieren ist mir aufgefallen, dass ich eigentlich schon an meinem nächsten Stopp vorbei gefahren bin. Also morgen nochmal zurück Richtung Westen. Sind aber nur 20 km. Dafür waren es heute 372 km. So viel war nicht geplant, aber dann bin ich morgen rechtzeitig in Oybin.

Vorgezogene Anreise Versys Treffen 2018

Am Wochende 17. bis 19.08.2018 findet das Kawasaki Versys Jahrestreffen 2018 im Kurort Oybin statt. Der Kurort liegt direkt im Dreiländereck Deutschland, Polen, Tschechien und somit von meinem Wohnort, auf der anderen Seite von Deutschland, knappe 800 km entfernt.

Da ich derzeit beruflich in Jena tätig bin, kam irgendwann mal die Idee auf mit dem Motorrad nach Jena zu fahren und somit den Großteil der Strecke schon zurück zu legen. Somit machte ich mich letzten Samstag auf den Weg Richtung Fulda um dort bei meiner Schwägerin zu übernachten. Die ersten Kilometer ging es über die Autobahn. Irgendwie muss ich ja über den Rhein kommen. Bei Lohmar ging es dann runter von der Autobahn und ich stellte mein Navi auf „kurvenreiche“ Strecke um. TomTom ließ sich nicht lumpen und startete sofort wieder die Adventure Tour. Straßen, die wie Feldwege aussehen, mittig mit Gras bewachsen und irgendwann nur noch Schotter. Ne, dass halte ich nicht 250 km durch, also wieder zurück zum „Autobahn vermeiden“ Modus. Besser! So konnte ich einige Kilometer machen und trotzdem die Landschaft genießen. Schön an der Sieg vorbei und ab in den Westerwald. Auf den Höhenlagen des Westerwald ging gut Wind und die Temperatur auf 19° zurück. Brrr, schnell den Air-Zipper raus und Jacke zu. Weiter ging es Richtung Hessen und beim Vogelsberg hab ich wieder auf „kurvenreich“ zurückgestellt und so die leeren kleinen Straßen genossen. Kurz vor meinem Etappenziel noch tanken um morgen früh keine Zeit zu verlieren. Wie immer wurde ich herzlich von meiner angeheirateten Familie begrüßt und besten versorgt. Danke, Danke! Früh ging es ins Bett um ausgeruht die nächste Etappe in Angriff zu nehmen.

Auf dem Vogelsberg

Auf dem Vogelsberg

Westerwald

Westerwald

Sieg

 

 

 

 

 

Nach einem ausführlichen Frühstück und Begrüßung meiner Schwiegermutter ging es gegen Mittag Richtung Bad Hersfeld. Dort wollte ich spontan die Versys Tourer Familie besuchen, die letzte Jahr das Versys Treffen in Bebra organisiert hatten. So spontan wie ich vorbeigekommen bin hat Klaus spontan den Grill angeschmissen und leckere Würstchen und andere Grillsachen serviert. Nach der Stärkung hat Klaus mich noch ein paar Kilometer mit seiner Versys begleitet.

Mein Weg führte durch Waldhessen und durch den Thüringer Wald. Ich wusste gar nicht, dass dort ne Skisprungschanze existierte. Direkt mal hingefahren und ein paar Fotos geschossen. Raus aus dem Thüringer Wald ging es weiter nach Jena und ca. 20 Kilometer vor Jena hatte ich eine Traumstraße gefunden. Eingebettet zwischen zwei Hügeln schlängelt sich eine kleine Straße mit leichten auf und ab und links und rechts Kurven durch die Landschaft. Mit diesen fahrerischen Glücksgefühl erreichte ich mein Hotel. Jetzt noch 3 Tage abeiten und ab Donnerstag geht es weiter. Nächstes Ziel Tschechien.

Skisprungschanze Inselberg

Klaus (VersysTourer72)

Irgendwo in Ost-Deutschland

Im Thüringer Wald

Raus aus dem Thüringer Wald

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