Vor etwa 10 Jahren habe ich mir für meine Suziki Intruder ein Bremsscheibenschloss mit Alarmfunktion und Loop-Kette von ABUS gekauft. Die Alarmfunktion des Bremsscheibenschloss soll angeblich 100 Dezibel schaffen. Naja, sagen wir mal so. Das Bremsscheibenschloss signalisiert „Achtung, Du hast Dein Schloss noch an der Bremsscheibe!“. Eine abschreckende Wirkung hat das nicht wirklich. Was mich aber mehr stört ist das hohe Gewicht. Die Kombination wiegt 5,6 KG und ist somit nicht wirklich mobil. Im ersten Schritt wollte ich nur die Loop-Kette gegen eine dünnere, kürzere und somit leichtere auswechseln. Aufgrund des Design des Bremsscheibenschloss (Verriegelungskeil) und mittlerweile eingestellter Produktion (es gibt mit dem Detektor ein Nachfolger, der ebenfalls angeblich 100 db schafft) sind keine anderen Ketten für mein Bremsscheibenschloss verfügbar.

Also muss was neues her. Da ich auf die Alarmfunktion verzichten kann fiel die Wahl auf die Schloss-Ketten-Kombi 68 12KS 120 black loop. Eine Kombination von dem kompakten Bremsscheibenschloss GRANIT Victory XPlus 68 und der 120cm langen 12KS (12mm dicken) Kette. Und laut ABUS Homepage nur 3,5 KG schwer. Nun also einen Händler raussuchen. Und was finde ich bei den üblichen Verdächtigen? Unterschiedliche Angaben zum Gewicht. Zwischen 3,5 bis 4,7 KG ist alles dabei. Also ABUS angeschrieben, zuerst keine Reaktion. Plan B: Mit der Kofferwaage Louis und Polo stürmen. Gesagt, getan. Bei Louis hatten sie das Objekt der Begierde. Waage raus und Kette reingehangen. Blöde Blicke kassiert und blink: 4,62KG. Na toll. Ne, da kann ich auch bei meiner alten Kombi bleiben.

Nehmen wir die zweite Wahl: ABUS Schloss-Ketten-Kombi GRANIT CityChain XPlus 1060. Diese gibt es mit 110cm = 2,6 KG und 140cm = 3,2 KG. Leider hatte Polo und Louis beide nicht vorrätig und somit habe ich beide Ketten bestellt.

Nach der Aktion mit der Kofferwaage kam dann auch die Antwort von ABUS: Ja, die Webseite zeigt das falsche Gewicht. Das wusste ich ja bereits.

Eigentlich sollten beide bestellten Ketten vor Vatertag für den Vergleichstest da sein. Was man schon vorab sagen kann: DHL hat den Vergleich gegen Hermes gewonnen. Letztgenannte lieferten erst am Freitag und aufgrund meiner Beschwerde bei Amazon hab ich nun einen weiteren Monat kostenlos Prime.

Natürlich ist die CityChain keine Loop-Kette und viele Anwender halten die 110er für zu kurz. Aber im direkten Vergleich bringen die 30 cm mehr der 140er höchsten etwas, wenn man zwei Motorräder gleichzeitig an einem Pfahl sichern will. Alleine reicht die 110er. Im Zweifelsfall muss man näher an den Pfahl ranfahren. Da die Gewichtsangaben bei diesen beiden diemal stimmten, habe ich mich für die 110er und somit leichteren Kette entschieden. Nun habe ich zwar kein Bremsscheibenschloss (außer ich nutze mein altes Standalone), aber zusätzlich zum angeketteten Motorrad sichere ich die Vorderradbremse mit dem GripLock am Bremshebel.

Nein, ich habe keine dunkle Vorahnung. Auch steige ich nicht mit einem mullmigen Gefühl auf mein Motorrad. Aber als Motorradfahrer sollte man Angebote für seine Sicherheit auch nutzen.

Meine bisherige Motorradbekleidung ist mittlerweile 10 Jahre alt und ein Austausch wäre demächst fällig. Somit habe ich den Kauf der Jacke schon mal vorgezogen. Auf der Motorrad Messe in Dortmund und bereits in diversen Berichten habe ich mich für die Airbag Westen / Jacken der Firma Helite interessiert. Richtig schick sehen die Lederjacken aus. Diese gibt es sogar bis 6XL, wurden aber anscheinend wieder von so einem Figaro aus Italien designed, dass ich selbst nicht in 6XL rein passe. Hmmpf. Aber ich brauche eigentlich eine Touring-Jacke und so viel die Wahl auf die Touring 2.0. Größe 4XL passt sogar 🙂

Aber was ist so besonders an den Helite Jacken? In der Jacke ist neben den üblichen Protektoren (Arm, Schulter, Rücken) noch eine Airbag-Weste eingebaut. Der Airbag wird mit einer CO2-Kartusche befüllt, die sich im Fall der Fälle in weniger als 100 Millisekunden entlädt. Ausgelöst wird der Airbag durch eine Reißleine, die mit dem Motorrad verbunden ist und beim Aufsteigen eingesteckt wird. Kommt es zu einem Unfall und man wird vom Motorad weggeschleudert wird die CO2-Kartusche gezündet und der Airbag aufgeblasen.

Zusätzlich hat Helite das sogenannte Turtle-Prinzip angewendet. Über den Airbag wurde im Rücken noch ein Sas-Tec Rückenprotektor wie ein Schildkrötenpanzer verarbeitet, so dass bei einem Aufprall der Druck auf den Airbag optimal verteilt wird.  Der Airbag bietet Schutz für Hals, Wirbelsäule, Brustkorb, Becken, Steißbein, Kopf, Schlüsselbein und innere Organe.

Ein versehentliches Auslösen ist eigentlich unmöglich, da man an der Reißleine mit min. 25 – 35 NM (ca. 25 – 35KG) ziehen muss. Die Jacke bzw. der Airbag ist wiederverwendbar. Man muss nur die CO2-Kartsusche austauschen. Selbstverständlich ist die Touring Jacke Wasserabweisend, Windabweisend und Atmungsaktiv (Hochabriebfestes Cordura in Kombination mit einer Humax Klimamembran) und verfügt über einen herausnehmbares Thermofutter. Nach der Registrierung bei Helite gewährt der Hersteller 4 Jahre Garantie.

Mehr Informationen auf helite.de

Zum Schluss noch ein kleines Video: