Nein, ich habe keine dunkle Vorahnung. Auch steige ich nicht mit einem mullmigen Gefühl auf mein Motorrad. Aber als Motorradfahrer sollte man Angebote für seine Sicherheit auch nutzen.

Meine bisherige Motorradbekleidung ist mittlerweile 10 Jahre alt und ein Austausch wäre demächst fällig. Somit habe ich den Kauf der Jacke schon mal vorgezogen. Auf der Motorrad Messe in Dortmund und bereits in diversen Berichten habe ich mich für die Airbag Westen / Jacken der Firma Helite interessiert. Richtig schick sehen die Lederjacken aus. Diese gibt es sogar bis 6XL, wurden aber anscheinend wieder von so einem Figaro aus Italien designed, dass ich selbst nicht in 6XL rein passe. Hmmpf. Aber ich brauche eigentlich eine Touring-Jacke und so viel die Wahl auf die Touring 2.0. Größe 4XL passt sogar 🙂

Aber was ist so besonders an den Helite Jacken? In der Jacke ist neben den üblichen Protektoren (Arm, Schulter, Rücken) noch eine Airbag-Weste eingebaut. Der Airbag wird mit einer CO2-Kartusche befüllt, die sich im Fall der Fälle in weniger als 100 Millisekunden entlädt. Ausgelöst wird der Airbag durch eine Reißleine, die mit dem Motorrad verbunden ist und beim Aufsteigen eingesteckt wird. Kommt es zu einem Unfall und man wird vom Motorad weggeschleudert wird die CO2-Kartusche gezündet und der Airbag aufgeblasen.

Zusätzlich hat Helite das sogenannte Turtle-Prinzip angewendet. Über den Airbag wurde im Rücken noch ein Sas-Tec Rückenprotektor wie ein Schildkrötenpanzer verarbeitet, so dass bei einem Aufprall der Druck auf den Airbag optimal verteilt wird.  Der Airbag bietet Schutz für Hals, Wirbelsäule, Brustkorb, Becken, Steißbein, Kopf, Schlüsselbein und innere Organe.

Ein versehentliches Auslösen ist eigentlich unmöglich, da man an der Reißleine mit min. 25 – 35 NM (ca. 25 – 35KG) ziehen muss. Die Jacke bzw. der Airbag ist wiederverwendbar. Man muss nur die CO2-Kartsusche austauschen. Selbstverständlich ist die Touring Jacke Wasserabweisend, Windabweisend und Atmungsaktiv (Hochabriebfestes Cordura in Kombination mit einer Humax Klimamembran) und verfügt über einen herausnehmbares Thermofutter. Nach der Registrierung bei Helite gewährt der Hersteller 4 Jahre Garantie.

Mehr Informationen auf helite.de

Zum Schluss noch ein kleines Video:

 

 

Nachdem das DGuard E-Call System über den Support erfolgreich aktiviert wurde, möchte ich euch in diesem Beitrag die Funktionen näher bringen.

Automatischer Notruf

Erkennt das System einen Unfall wird automatisch in der jeweiligen Landessprache (in den unterstützten Regionen) ein Notruf an die zuständige Rettungsleitstelle abgesetzt und die GPS Koordinaten durchgegeben:

„Achtung: Ein mit einem automatischen Notrufsystem ausgestattetes Motorrad ist an einem Unfall beteiligt. Halten Sie sich bereit, die GPS-Koordinaten des Unfallortes aufzunehmen. Die GPS-Koordinaten sind: <GPS-Koordinate 1> <GPS-Koordinate 2>.“

Die Ansage der Koordinaten wird dreimal wiederholt. Ist das DGuard mit einem Headset per Bluetooth verbunden wird die Verbindung zum Verunfallten aufgebaut und man kann mit der Leitstelle sprechen (sofern man dazu noch in der Lage ist).

Hat man zusätzlich in der App private Kontakte (bis zu fünf) gepflegt werden diese parallel per SMS bzw. E-Mail informiert:

„Der Fahrer <Name des Fahrers> ist mit dem Motorrad <Name des Motorrads> an folgender Position <GPS-Koordinaten des Unfallorts> verunglückt!
Siehe Karte <Link>
Ein Notruf wurde abgesetzt!“

Ein ausgelöster Notruf kann innerhalb von 15 Sekunden abgebrochen werden. Und die automatische Notruf-Funktion kann komplett in der App deaktiviert werden.

Das DGuard System verfügt über eine Backup-Batterie. Falls während des Unfalls die Stromversorgung unterbrochen wurde, wird mittels der Backup-Batterie trotzdem der Notruf abgesetzt.

Grenzen des Systen:
Folgende Unfallsituationen werden eventuell nicht erkannt:

  • Situation 1: Das Motorrad kommt nach dem Unfall nahezu senkrecht zum Stehen, z. B. zwischen Bäumen eingeklemmt oder mit einem anderem Fahrzeug verkeilt. Dieser Fall kann nicht zuverlässig von einer Vollbremsung unterschieden werden und wird von der Unfallerkennung ausgeschlossen.
  • Situation 2: Das Motorrad wird im Stand von einem anderen Fahrzeug erfasst. Dieser Fall kann nicht zuverlässig von einem ungefährlichen Umkippen unterschieden werden. Um ungewollte Notrufe zu vermeiden, ist die Unfallerkennung im Stand deaktiviert.

Wenn kurzzeitig der GPS-Empfang ausfällt, z. B. wenn man durch einen Tunnel fährt, dann kann keine genaue Positionsermittlung durchgeführt werden. In diesem Fall wird in einer Unfallsituation die letzte bekannte Position übermittelt.

Unterstütze Länder:
In folgenden Ländern wird kein Notruf ausgelöst:
• Niederlande
• Albanien
• Bosnien und Herzegowina
• Mazedonien
• Ukraine
• Republik Moldau (Moldawien)
• Russland
• Weißrussland

Zu der Situation in den Nierderlanden habe ich bereits im zweiten Teil berichtet.

Manueller Notruf

Kommt man selber an einem Unfallort an, kann man den Notruf auch über den SOS-Taster selber auslösen. Auch hier wird die jeweilige Einsatzstelle angerufen und die Koordinaten durchgegeben. Bei einem gekoppelten Headset wird man dann nach der Ansage mit der Leitstelle verbunden.

In der App hinterlegte Kontakte werden nicht informiert, da nicht klar ist, ob der Fahrer selbst der Verunfallte ist oder eine andere Person betroffen ist.

Diebstahlwarnfunktion

In der App kann man eine Diebstahlwarnfunktion aktivieren und seine Handynummer hinterlegen. Wird das Motorrad nun unerlaubt bewegt  bekommt man eine SMS zugesendet:

„<Name des Motorrads>: Ihr dguard System meldet eine unberechtigte Bewegung Ihres Motorrades. Die aktuelle Motorradposition lautet: <GPS-Koordinaten des aktuellen Standorts>“

Die GPS-Koordinaten sind ein Link auf Google Maps und man kann sich direkt den genauen Standort anzeigen lassen.

Man kann zusätzlich noch einen Alarm in der App aktivieren und bekommt zusätzlich zur SMS auch noch eine Push-Benachrichtigung auf sein Smartphone.

Die Empfindlichkeit der Bewegungserkennung ist in der App einstellbar. Die Voreinstellung ist sehr empfindlich und ich habe beim Rangieren im Innenhof (Motorrad ca. 2-3 Meter bewegt) direkt einen Alarm ausgelöst.

Tourentagebuch

Ich habe das Tourentagebuch noch nicht selber getestet und in der aktuellen Bedienungsanleitung ist dieses auch noch nicht beschrieben. Hier ein Pressetext:

Aufgrund des empfangsstarken GPS sehen die Nutzer des Tourentagebuchs nicht nur ihre exakte Fahrtroute in einer interaktiven Karte, sondern können sich darüber hinaus Geschwindigkeits-, Beschleunigungs- sowie Verzögerungsdaten und das Höhenprofil ihrer Tour anzeigen lassen. Zahlreiche Filtermöglichkeiten  erleichtern dabei die Handhabung. Die Touraufzeichnung kann anschließend über eine App mit eigenen Kommentaren sowie Informationen angereichert und über die sozialen Medien wie Facebook und Co. geteilt werden. Das dguard-Tourentagebuch steht den Nutzern für die ersten beiden Jahre kostenfrei und ab dem dritten Jahr gegen eine geringe Lizenzgebühr zur Verfügung.

Und hier ein Link zur Presse-Nachricht wo auch ein paar Bilder der App zu sehen sind: Dguard

Sobald ich die ersten Routen aufgezeichnet habe werde ich diese hier vorstellen.