Nach einem ausgiebigen Frühstück zogen wir zum letzten Mal auf unserer Tour unsere Regenkombis an. Bis Cloppenburg fuhren wir so wieder mit Regentropfen auf dem Visier. Ab da war es trocken. Leider ist von der Entschleunigung der Norweger auf deutschen Straßen nichts zu merken. Jeder wirkt gestresst und alles muss reguliert sein. Man, haben wir Schilder.

Gegen 16:30 Uhr waren wir dann bei mir zu Hause und das Abenteuer Norwegen wurde für beendet erklärt.

Ein Fazit folgt die nächsten Tage. Aber eins vorweg: Am schönsten ist es noch immer zu Hause und seine Liebsten in den Arm zu nehmen.

Mit leichten Wellengang wurden wir gestern Abend in unserer (Luxus)-Kabine in den Schlaf gewogen. Pünktlich zum Sonnenaufgang ging es raus aus den Kojen und wir erfreuten uns an den roten aufgehenden Feuerball. Das Frühstücksbuffet brauchte sich nicht hinter dem Diner zu verstecken und bei der Auswahl fiel es uns schwer rechtzeitig aufzuhören um nicht mit vollem Punch die Reise durch Dänemark anzutreten.

Überpünktlich (15 Minuten früher) legte die MS Bergensfjord im Hafen von Hirtshals an und wir kamen zügig vom Schiff. Da wir bei der Hinfahrt durch Dänemark bereits mit den Ellenlangen Landstraßen mit max Tempo 80 km/h gemacht haben zog es uns direkt auf die Autobahn. Dort darf man wenigstens 110 bzw. 130 km/h fahren und so kamen wir flott voran. Somit wird Dänemark für uns eins bleiben: Ein Transitland welches man schnell durchfahren will.

Begleitet von einem Mix aus Wolken und Sonne kamen wir irgendwann an der Elbe bei Glückstadt an und ein langer Stau wartete am Fähranlieger. Dreist wie wir Motorradfahrer halt sind, sind wir einfach an dem Stau und an einem im Stau stehenden Polizeiauto vorbei und haben uns direkt in die erste Position gebracht. Weiter ging es dann auf der anderen Elbseite Richtung Bremerhaven wo wir in einer netten Pension (mit Rieddach) untergebracht sind.

Die Wirtin hat uns dann noch eine Pizzeria in Bremerhaven empfohlen, wo heute die Pizzen nur 5€ kosten. Da das Restaurant gut befüllt war nahmen wir an einem Tisch, wo bereits ein Stammgast-Pärchen saßen, platz. Sehr schnell kamen wir ins Gespräch. Er fuhr eine alte Harley und sie beide unternahmen Touren mit ihrem Wohnmobil. Wir hatten natürlich von unserer Tour genug Gesprächsmaterial.

Sonnenaufgang

Luxus-Kabine

Pension Breitner