Nachdem das DGuard E-Call System über den Support erfolgreich aktiviert wurde, möchte ich euch in diesem Beitrag die Funktionen näher bringen.

Automatischer Notruf

Erkennt das System einen Unfall wird automatisch in der jeweiligen Landessprache (in den unterstützten Regionen) ein Notruf an die zuständige Rettungsleitstelle abgesetzt und die GPS Koordinaten durchgegeben:

„Achtung: Ein mit einem automatischen Notrufsystem ausgestattetes Motorrad ist an einem Unfall beteiligt. Halten Sie sich bereit, die GPS-Koordinaten des Unfallortes aufzunehmen. Die GPS-Koordinaten sind: <GPS-Koordinate 1> <GPS-Koordinate 2>.“

Die Ansage der Koordinaten wird dreimal wiederholt. Ist das DGuard mit einem Headset per Bluetooth verbunden wird die Verbindung zum Verunfallten aufgebaut und man kann mit der Leitstelle sprechen (sofern man dazu noch in der Lage ist).

Hat man zusätzlich in der App private Kontakte (bis zu fünf) gepflegt werden diese parallel per SMS bzw. E-Mail informiert:

„Der Fahrer <Name des Fahrers> ist mit dem Motorrad <Name des Motorrads> an folgender Position <GPS-Koordinaten des Unfallorts> verunglückt!
Siehe Karte <Link>
Ein Notruf wurde abgesetzt!“

Ein ausgelöster Notruf kann innerhalb von 15 Sekunden abgebrochen werden. Und die automatische Notruf-Funktion kann komplett in der App deaktiviert werden.

Das DGuard System verfügt über eine Backup-Batterie. Falls während des Unfalls die Stromversorgung unterbrochen wurde, wird mittels der Backup-Batterie trotzdem der Notruf abgesetzt.

Grenzen des Systen:
Folgende Unfallsituationen werden eventuell nicht erkannt:

  • Situation 1: Das Motorrad kommt nach dem Unfall nahezu senkrecht zum Stehen, z. B. zwischen Bäumen eingeklemmt oder mit einem anderem Fahrzeug verkeilt. Dieser Fall kann nicht zuverlässig von einer Vollbremsung unterschieden werden und wird von der Unfallerkennung ausgeschlossen.
  • Situation 2: Das Motorrad wird im Stand von einem anderen Fahrzeug erfasst. Dieser Fall kann nicht zuverlässig von einem ungefährlichen Umkippen unterschieden werden. Um ungewollte Notrufe zu vermeiden, ist die Unfallerkennung im Stand deaktiviert.

Wenn kurzzeitig der GPS-Empfang ausfällt, z. B. wenn man durch einen Tunnel fährt, dann kann keine genaue Positionsermittlung durchgeführt werden. In diesem Fall wird in einer Unfallsituation die letzte bekannte Position übermittelt.

Unterstütze Länder:
In folgenden Ländern wird kein Notruf ausgelöst:
• Niederlande
• Albanien
• Bosnien und Herzegowina
• Mazedonien
• Ukraine
• Republik Moldau (Moldawien)
• Russland
• Weißrussland

Zu der Situation in den Nierderlanden habe ich bereits im zweiten Teil berichtet.

Manueller Notruf

Kommt man selber an einem Unfallort an, kann man den Notruf auch über den SOS-Taster selber auslösen. Auch hier wird die jeweilige Einsatzstelle angerufen und die Koordinaten durchgegeben. Bei einem gekoppelten Headset wird man dann nach der Ansage mit der Leitstelle verbunden.

In der App hinterlegte Kontakte werden nicht informiert, da nicht klar ist, ob der Fahrer selbst der Verunfallte ist oder eine andere Person betroffen ist.

Diebstahlwarnfunktion

In der App kann man eine Diebstahlwarnfunktion aktivieren und seine Handynummer hinterlegen. Wird das Motorrad nun unerlaubt bewegt  bekommt man eine SMS zugesendet:

„<Name des Motorrads>: Ihr dguard System meldet eine unberechtigte Bewegung Ihres Motorrades. Die aktuelle Motorradposition lautet: <GPS-Koordinaten des aktuellen Standorts>“

Die GPS-Koordinaten sind ein Link auf Google Maps und man kann sich direkt den genauen Standort anzeigen lassen.

Man kann zusätzlich noch einen Alarm in der App aktivieren und bekommt zusätzlich zur SMS auch noch eine Push-Benachrichtigung auf sein Smartphone.

Die Empfindlichkeit der Bewegungserkennung ist in der App einstellbar. Die Voreinstellung ist sehr empfindlich und ich habe beim Rangieren im Innenhof (Motorrad ca. 2-3 Meter bewegt) direkt einen Alarm ausgelöst.

Tourentagebuch

Ich habe das Tourentagebuch noch nicht selber getestet und in der aktuellen Bedienungsanleitung ist dieses auch noch nicht beschrieben. Hier ein Pressetext:

Aufgrund des empfangsstarken GPS sehen die Nutzer des Tourentagebuchs nicht nur ihre exakte Fahrtroute in einer interaktiven Karte, sondern können sich darüber hinaus Geschwindigkeits-, Beschleunigungs- sowie Verzögerungsdaten und das Höhenprofil ihrer Tour anzeigen lassen. Zahlreiche Filtermöglichkeiten  erleichtern dabei die Handhabung. Die Touraufzeichnung kann anschließend über eine App mit eigenen Kommentaren sowie Informationen angereichert und über die sozialen Medien wie Facebook und Co. geteilt werden. Das dguard-Tourentagebuch steht den Nutzern für die ersten beiden Jahre kostenfrei und ab dem dritten Jahr gegen eine geringe Lizenzgebühr zur Verfügung.

Und hier ein Link zur Presse-Nachricht wo auch ein paar Bilder der App zu sehen sind: Dguard

Sobald ich die ersten Routen aufgezeichnet habe werde ich diese hier vorstellen.