Ich weiß gar nicht wo ich anfangen soll. Das muss man erleben, das kann man nicht in Worte fassen.

Wir waren schon recht früh wach (ich glaub wir waren die ersten) und haben erst mal ausgiebig gefrühstückt. Die erste Kanne war besonders stark. Dreiste Spatzen versuchten immer ein paar Krümmel abzubekommen und landeten auf dem Tisch, obwohl wir noch dran saßen. Danach ging es ans einpacken und aufrödeln. Noch ein paar mal und wir haben Routine drin. Klappte aber für erste mal erstaunlich gut. Ach ja, die erste Nacht im Zelt verlief ohne Rückenschmerzen.

So fuhren wir Richtung Norden und auf unser Tagesziel Lysebotn. Zwischendurch entdeckten wir einen “kleinen“ Wasserfall und die Norweger haben extra einen Parkplatz eingerichtet.

Und dann kam sie, die Anfahrt nach Lysebotn. Mein persönliches Highlight in meiner Motorradfahrer-karriere. Überhaupt die Landschaft, rauf runter links rechts. Wasser als Fjord, als Wildbach, als Stausee, als See, als Wasserfall. Man verliert den Überblick. Mal auf knapp 1.000 Meter dann wieder runter auf Meeresspiegel. Alleine die Abfahrt nach Lysebotn runter. 27 Spitzkehren (mag ich nicht) und 600 Höhenmeter. Inklusive einem Kehrtunnel. Apropos Tunnel: stockdüster wie im Bärenarsch und schweinekalt. Zudem tropf es von der unverkleideten Decke. Und wenn man aus dem Tunnel raus kommt beschlagen die Spiegel (gibt es eigentlich beheizbare Außenspiegel für Motorräder?).

Unten in Lysebotn haben wir auf dann auf die Fähre gewartet. Diese hab ich aufgrund meiner Recherche bereits vorab gebucht (Tipp für Reisende: Die Fähre muss mindestens 1 Tag vorher reserviert werden), was auch goldrichtig war. Eine Gruppe GS Inselaffen, die uns in den Serpentinen halsbrecherich überholen mussten, durften die Serpentinen wieder hoch, weil sie kein Ticket hatten. Die Briten haben wir später auf dem Campingplatz wieder getroffen. Wir waren schon fertig mit dem Aufbau und dann kam die GS Herde erst an.

Die (einheimischen) Fähre, die auch als Postschiff unterwegs ist, legte mit einem wilden Manöver an und der Katamaran schwankte hin und her. Nachdem wir an Bord waren wurden die Motorräder verzurrt und wir schauten uns fragend an? Zum Glück legte der Kapitän dann immer vernünftig an. Aber wo der der überall an hält. Stellenweise ist dann nur ein kleiner Steg und dann ein klettersteig. In Forsand angekommen ging es noch schnell in einem Supermarkt und dann weiter zum Campingplatz am Fuß des Preikestolen, den wir morgen besteigen werden. Auf den Weg zun Campingplatz mussten wir noch über die Lysebotn-Brücke,  auch ein Highlight.

Die Fotos sortiere ich später richtig ein.